KINOPROGRAMM

Warum in diesem Fall der Schwanz mit dem Hund wedelt ist klar. Das ist verwerflich, aber immer noch aktuell. Viel wichtiger ist die Preisgabe des Geheimnisses wie Willie Nelson seine Songs komponiert. Wer dann auch noch die Schnürsenkel seiner Schuhe verknotet und diese an die Deckenlampe hängt hat alles verstanden.

Wenn Ihnen in einem Restaurant jemand gegenübersitzt und mit einem Zigarettenetui, Feuerzeug und Füllfederhalter herumspielt, sollten Sie in Erwägung ziehen, dass dieser Jemand auch im Besitz einer dritten Mamille ist. Als Dessertwein sollten Sie auf keinen Fall Phuyuck bestellen, und geben Sie dem Kellner keine Erdnüsse. Und wenn Sie nicht sicher sind, ob im bestellten Taxi auch noch Sergeant Pepper sitzt, benutzen Sie für den Heimweg eine Dschunke mit Schnickschnack am Rahsegel.

Der Film mit den vielen „W“. Wer war wo und wann? Welcher Wissenschaftler verdächtigt wen und wieso wollen alle in die Wuppel ... äh ... Kuppel? Die Kuppel befindet sich im Wasser, wer in der Kuppel war weiß es später nicht mehr, und wenn alle alles vergessen, ist es nie passiert. Also gut aufpassen!

Sympathien des Zuschauers für die Darsteller in Filmen sind schnell verteilt. Selten gelingt das jedoch so schnell wie hier. Klare Fronten, eindeutige Ansagen und messerscharfe Konsequenzen. Sollte Jean Reno jemals unangemeldet auf ihrer Geburtstagsfeier auftauchen brauchen sie keine Kerzen mehr.

König Vortigern leuchtet hier und da wie der Balrog aus HERR DER RINGE, die schicke Pelzmütze des Magiers Mordred erinnert stark an das Rentier RUDOLPH ROTNASE und die Schwestern von Jabba the Hutt aus STAR WARS haben auch mitgespielt. Währenddessen sitzt der künftige König im Bordell und zählt sein Geld. Natürlich darf jeder seinen König Arthur interpretieren wie er will. Auch Regisseure.

Zehn Gebote? Wer je die Religionssatire "Gott bewahre" von John Niven gelesen hat, weiß, daß Gott den Menschen nur ein Gebot gegeben hat: Seid lieb! Moses, dieser Schlingel, hat daraus zehn Gebote gemacht, die er sich auf dem Berg Sinai selbst ausgedacht hat. Egal welcher Version man jetzt den Vorzug gibt, es ist Ostern, und da ist dieser Film eben Pflichtprogramm im Heimkino. Und ja, Monumentalfilme sind großes Kino!

Zum Glück sind Personen und Handlung in Spielfilmen immer frei erfunden. Genau wie verdeckte Methoden multinationaler Konzerne deren Ziel es ist, in Afrika den Rohstoffhandel zu beherrschen, ungeachtet aller humanitären Konsequenzen.

Einmal mehr ist Charles Bronson ein Musterbeispiel dafür wie man mit wenig Worten viel erreicht. Das konnte er schon immer, dafür sieht man ihn gerne auf der Leinwand. Der Film ist nicht für Zuschauer gedacht, die hinter jedem Dialog einen sozialkritischen Inhalt suchen. Die Botschaft ist klar und einfach: Klappe halten. Jack Palance spielt den Bürgerkriegsveteran Whitmore so glaubhaft, dass man ständig dazu neigt sein Popcorn auf die Leinwand zu schmeissen wenn er im Bild erscheint.

In diesem Film passiert nichts — außer das Leben. Es ist also für jeden etwas dabei und der Wiedererkennungseffekt ist ausgesprochen hoch. Nein? Doch! Alles andere sind nur kleine wahre Lügen.

Zuerst die Grammatik: Du bäckst oder du backst Apfelkuchen? Du backtest oder du bukst Apfelkuchen? Einer in diesem Film kann Apfelkuchen backen. Und immer wenn in einer absurden Situation der Gedanke aufkommt, dass einer der Protagonisten hoffentlich nicht das tut, was man vermutet, dann tut er genau das, was er tun muss. Alles klar?

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